20.03.2005 20:41
Nicht selten vergleiche ich mein syrisches Dorf Malula mit den Doerfern hier. Malula, daas nicht mehr als 3000 Einwohner zaehlt, laesst siebzig Prozent der deutschen Doerfer als unterentwickelt erscheinen. Nach einer zuverlaessigen Auskunft verfuegt Malula ueber drei Baeckereien, zehn Gemuese-, sieben Lebensmittel- und Haushaltslaeden, fuenf Metzger, mehrere Cafes und Restaurants, drei Kirchen, zwei Kloester, eine Moschee, mehrere Kapellen, zwei Friseure, einen Zahn- und einen Allgemeinarzt, eine gut ausgeruestete Ambulanz, eine Apotheke, ein Postamt, mehrere oeffentliche Telefonzellen, eigene Produkte von Weizen ueber Eier bis hin zu Obst, Wein und Honig, preiswerte Fahrmoeglichkeiten rund um die Uhr und stuendlich mit Bus und Taxi nach Damaskus, eine Polizeistation, ein Buergermeisteramt, ein exzellentes Hotel, mehrere Pensionen, eine technische Verwaltung, eine eigene Muellabfuhr, zwei Schulen und vieles mehr.Rafik Schami, in Mit fremden Augen, Tagebuch