Neues vom Nordkap
Wolfgang hat's gut, der hat immer interessante Dinge, die er in sein
Weblog schreiben kann, wohingegen ich mir immer unnützes Zeug ausdenken muss, weil es eigentlich nichts zu berichten gibt.
Bald verlasse ich das
Ostseebad Kühlungsborn, da bleibt mir in den letzten Tagen nichts anderes übrig, als noch oft baden zu gehen. Jetzt werde ich aber erst noch die letzten Kuriositäten berichten:
- Das Beste an Kühlungsborn ist dieser Spruch:
"Ein Klotz im Wald, die Schule"
Der steht, natürlich, an der Schule und die Schule hat, natürlich, die Form eines Klotzes und steht mitten im Stadtwald.
Der Stadtwald ist der Wald, der die beiden Örtchen Brunshaupten und Arendsee voneinander trennt und da Kühlungsborn sich nur "Stadt" nennen darf, weil es aus diesen beiden Dörfern besteht, trägt er seinen Namen wohl zu recht.
-
Mehrmals täglich stolpere ich hier in der IAP-Datenbank über die Variable in der abgelegt wird, wieviele Profile für einen Tag erstellt wurden. Sie trägt den lustigen Namen "entrance". Je nachdem wie gut der Messtag war, tritt man eben durch eine andere Pforte ins Himmelreich.
Den Typen, der hier die Mosaic-tauglichen Webseiten macht, haben sie jetzt gefeuert. Aber wahrscheinlich nicht, weil die Webseiten so schlecht sind. Er hat er sie wohl gar nicht selbst entworfen, denn er ist erst seit Januar da.
Tja, und alle ausser dem Chef sind jetzt in Sorge, dass sie keinen Ersatz finden. Als Netzwerkadministrator kann man nämlich auch einen besser bezahlten Job an einem aufregenderen Ort als Kühlungsborn finden.
Da schreibt mir der Wo:
Das TV-Duell war nicht in Muenchen oder Koeln, sondern in einem alten
DDR-Studio in Adlershof. :-)
Da hätten sie doch besser das DDR Deseng gelassen, das wäre wohl hübscher gewesen, auf alle Fälle aber hipper.
Also das war das erste und hoffentlich letzte
TV Duell von deutschen MöchtegernBundeskanzlern. Ich lasse mich ja gerne eines Bessern belehren, aber die erste Viertelstunde war dermassen langweilig, dass ich an den Strand geflohen bin. Da ist abends bedeutend mehr los. Wellen, Möwen und ältere Damen, die spazieren gehen.
Irgendwo in München oder Köln oder wo diese Fernsehsender alle sitzen, muss es Paläste voller idiotisch designter Studioräume geben. Dass die sich nicht auf normale Stühle in normalen Zimmern setzen können...
Eigentlich bin ich ganz froh, dass ich nur noch eine Woche hier bin. Ich habe ein bisschen die Schnauze voll.
Soooo spannend ist das ja leider alles nicht, was ich hier so machen darf.
Gerade habe ich den Nerd Test gemacht. Eigentlich ganz lustig, aber da ich nicht alle Fragen verstanden habe, wohl nicht so zuverlässig. Auf alle Fälle kam raus, dass ich 65% Nerd bin. naja.
Unser Zimmer hier ist so ein richtiger Backofen, den ich jetzt schleunigst verlass muss und mich in die Ostsee stürzen.
Aber vielleicht ist das (siehe gestern) auch besser so, sonst werd ich noch zum
Nerd (eine bessere Seite zum Thema find ich gerade nicht auf die Schnelle und ich soll ja jetzt arbeiten!) und das wäre blöd, denn Nerde sind ja Männer.
Ach, das ist aergerlich. So um fünfe, da bin ich immer so kaputt vom ewigen am Computer sitzen und am Button-drueck-Programm rumspielen, dass ich dann erstmal gar nichts mehr im Kopf habe. Dann fahre ich nach Hause und esse etwas, und wenn ich dann wieder bei Kräften bin habe ich natürlich keinen Computer mehr. Und das wo ich doch mal eine Idee habe, was ich programmieren könnte.
Und danach geht es erstmal ins Apple-land Schweiz und da ist auch nicht viel mit Java.
So da muss ich erstmal noch was vom Freitagabend nachtragen, zu Hause habe ich ja keinen Computer.
Zur Zeit sieht man haarsträubende Dinge am deutschen Fernsehen: Zum Beispiel diese Dresdnerin, die mit verbitterter Miene an den Journalisten vorbeistarrt und sagt:"Wir sind schon einmal vernichtet worden." Zieht ne Schnute und dampft ab, diese Millionen von Bürgern, die mit der Bratwurst vom Malteser Hilfsdienst in der linken Hand darüber flennen, dass ihre ohnehin schon abscheuliche Schrankwand von der Elbe mit abscheulichem Schlamm vollgefüllt worden ist, oder diese TV-Blondinen, die mit Tränen in den Augen von Solidarität und Hoffnung salbadern.
Möge Allah der Barmherzige mich davor bewahren je so zu werden.
Um das ganze Gerümpel, das die Leute so in ihren Wohnungen ansammeln ist es gewiss nicht schade. Wäre Wolfgangs Wohnung versoffen, müsste er eben hinterher zwei neue Hosen und einen neuen Pulli kaufen. Und um das Sofa vom Bagan wäre es auch nicht schade.
Tragisch ist es, wenn man sein Geschäft, von dem man lebt, verliert oder ertrinkt, wenn das Trink- und sonstige Wasser verseucht ist, etc. Aber von den Gorillas und den heldenmütigen Robben im Prager Zoo redet (fast) keiner.
Und diese grosse Solidarität und Hilfsbereitschaft die da besungen wird... Ist es nicht eigentlich selbsverständlich, dass man Sandsäcke füllen hilft, wenn die eigene Stadt versinkt?
Aber es ist gut, wenn man die Leute moralisch aufbaut. SehtherwirDeutschensindebendochguteMenschen.
Wenn die Leute doch nur soviel spenden würden für grössere Katastrophen.
Jetzt habe ich auch endlich mal in diesen
Mozilla-weblogs gelesen.
Ausserdem funktionert das näxtes-profil-button-drueck-Programm nicht wie es soll, und sein Autor ist heute nicht da, so dass ich eigentlich schon frei habe.
Vielleicht sollte ich mich doch mehr anstrengen und endlich anständig programmieren lernen. Denn wenn ich das hier so sehe, dann macht man als Programmierer interessantere Dinge als als Physiker. Jetzt sitze ich hier schon stundenlang und schaue mir Rückstreuprofile aus der Atmosphäre an und klicke auf einen Button, je nachdem ob man da Wolken sieht oder nicht. Also was ich eigentlich tue sind abwechslungsweise zwei Buttons drücken, den Wolken-Button und den näxtes-Profil-Button.
Und hin und wieder minimiere ich ein Fenster um das dahinterliegende hervorholen zu können. Usability wird hier leider nicht so grossgeschrieben in der Programmierung.
Tja, hier gibt es nicht viel spannendes zu berichten, bis die Ostsee über die Ufer tritt, dauert es doch noch ein paar Tage.
Was hat eigentlich der Tagesschau-Wetter-Fritze in
Gais, Appezöll zu suchen?
Die Datenverarbeitung für das EARLINETdie ich jetzt dann machen soll,
ist ja eine vergleichsweise verantwortungsvolle Aufgabe, aber auf die Dauer verspricht sie auch langweilig zu werden.
About
My name is Magdalena Luz. I grew up in Switzerland. I studied physics at Humboldt University Berlin, where I used to live in
"Nordkapstrasse" (North Cape street). That's how this blog got its name. After a short intermezzo in Copenhagen, DK, I live now in the amazing city of Wuppertal. This is a place the wild, wild West of Germany, built on 7 hills, (which is really the only thing it has in common with Rome) It is populated by the strange species of homo germanicus occidens communis, also known as 'gemeiner Wessi'. And even with
her it is light years away from ever being like Berlin.
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