19.12.2003 17:45
Weihnachtsferien!
ganz aktuell, die neueste Statistikklausuraufgabe:
20 Saddam Husseins befinden sich in einem zwei dimensionalen Erdloch mit
unendlich hohen Waenden. Dann werden 100 amerikanische Soldaten dazugekippt.
Finden die Soldaten Hussein?
Antwort: Nein, es handelt sich um ideale Gase, die wechselwirken nicht.
Mein Spruch fuer morgen:
wer mal richtig leckeren Börek essen möchte:
Prenzlauer Allee, gleich unterhalb der Danziger, da gibt es einen Laden, der heisst Seramaze oder so ähnlich.
Soll heissen:
Ich weiss eigentlich nicht, von wem ich lieber regiert werde: von Herrn Blocher oder von der studentischen Vollversammlung. Also doch Bildungsasyl in Norwegen.
Uebrigens die eindeutigen Mehrheitsverhaeltnisse waren so, dass man eigentlich haette auszaehlen muessen.
Hunderttausend jaulende und heulende Hoellenhunde!*
* Kommentar zu den Abstimmungsergebnissen des Tages.
Aus dem Uni Newsletter von heute:
" Der Akademische Senat möge beschließen:Was fuer eine tolle Feststellung, wer sind den diese einzelnen? Alle ausser denjenigen, die sich von Anfang an Sorgen darum gemacht haben, und deswegen zur persoenlichen Vorsorge gegriffen haben.
Der AS stellt fest, dass im Zuge der Aktionen der Studierenden gegen die Sparmaßnahmen des Landes Berlin für einzelne Studierende der erfolgreiche Semesterabschluss gefährdet ist. Dies kann vor allem für Austauschstudierende, Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie BAföG-Empfänger problematisch werden."
"Der AS appelliert an die Fakultäten und Institute, an alle Lehrenden und alle Studierenden, gemeinsam nach Wegen zu suchen, die einen erfolgreichen Semesterabschluss für alle Studierenden garantieren, die darauf angewiesen sind. Insbesondere muss der Zugang zu Prüfungen offen bleiben und ihre Durchführung darf nicht behindert werden."Wer ist denn, bitte schoen, nicht darauf angewiesen? Die, die Spitz drauf sind Gebuehren zu zahlen, oda wat?
"Der AS stellt fest, dass in den nicht lösbaren Fällen eine nicht von den Einzelnen zu vertretende studienzeitverlängernde Situation eingetreten ist. Die Humboldt-Universität zu Berlin wird dies gegenüber den Stipendiengebern bestätigen."Danke.
Streik
Mit dem Streik haben wir bisher relativ viel (Medien)-Aufmerksamkeit errungen, und das ist auch gut so. Aber wenn die
Aktion jetzt einfach so weitergeht, wird man schon bald nix mehr davon hoeren, weil es einfach zum normalen Alltag gehoert, Medien sind ja bekanntlich auf Sensationen aus. Und irgendwann wird sich das Blatt drehen und die Sympathien, die wir jetzt noch geniessen, gehen floeten. Man wird ploetzlich nur noch sehen, dass da Studenten sind, die nicht studieren, sondern alberne Aktionen durchfuehren, die mit dem Geld, das ihnen die Gesellschaft zur Verfuegung stellt, denn das tut sie ja, gedankenlos umgehen, nur immer mehr fordern und nicht bereit sind ihren Beitrag zu leisten. Jetzt wo wir die Aufmerksamkeit haben, kann es nur noch darum gehen inhaltlich weiterzukommen. Und genau das, was naemlich letztlich die
Inhalte dieses Protests sind, scheint mir sehr unklar. Da gibt es diese Streikforderungen , aber, mal ehrlich, wer traegt die mit? Der einzige Konsens, den es in der Studentenschaft gibt, ist doch, dass nicht noch mehr Geld gekuerzt werden kann.
Der Streik und kein Ende...
Ich bekenne, mich hier offiziell zum Streikbrechertum und ich bekenne weiter,
dass es moeglich, wenn auch schwierig ist, an Streikaktionen teilzunehmen und trotzdem zu studieren.
Oder sagen wir so: Nur wenige sind so aktiv, dass sie das nicht schaffen koennen. Man muss halt bereit sein, sich anderweitig einzuschraenken, Sozialkontakte zum Beispiel lassen sich sehr gut bei den Aktionen pflegen, und wenn jeder Student auch nur einen halben Tag pro Woche dem Protest widmen wuerde, so koennten alle die andern 6 1/2 Tage weiterstudieren und es waere immer noch viel los. Nein, du lieber durchschnittlicher HU Student, du musst mir doch nicht weismachen, dass du auch ohne Streik bereits eine 60 Stundenwoche hast.
Was nuetzen mir Verhandlungen mit dem Praesidium ueber eine Semesterverlaengerung? Ich will eine Garantie. Planungsicherheit nennt man das. Das Problem ist wohl, wenn einmal gesichert ist, dass das Semester verlaengert wird, und der Streik auch, dann fahren viele liebe Studenten schon frueher in die Weihnachtsferien. A propos: Schon mal drueber nachgedacht, die Ferien dranzugeben?
Uebrigens ist ein Teil der grossen Resonanz auf die unsere Marathonvorlesung gestossen ist, darauf zurueckzufuehren, dass wir versuchen Studium und Protest zu verbinden, (so etwa der nette Artikel im Tagesspiegel, (Tagestip vom letzten Donnerstag, den ich leider nicht im Netz gefunden habe).
A propos Marathonvorlesung: nette Bilder gibts da und da.
PS ich gebe zu, dass dieser Eintrag etwas zynisch ist.
PPS wenn ich jetzt schon Fanpost erhalte, dann verlinke ich hier den Grund dafuer gleich selber. BTW: was fuer Laberheinis...
Michel Friedman's neuer Job Weil er keine Lust mehr hat im Fernsehen aufzutreten, arbeitet M.F. jetzt als Wachmann bei der Schweizer Botschaft in Berlin. Vielleicht hat er auch nur ein Double geschickt. :-)
Studentenstreik
Die ganze letzte Woche hindurch habe ich mir von irgendwelchen studentischen Autonomieverwaltungsbewegten Kommilitonen anhoeren muessen, dass die Entscheidungen der Vollversammlung demokratische Entscheidungen sind und ich mich
als Studentin daran zu halten habe, sprich: Gebaeude sollen gesperrt werden usw.
Was die Jungs und Maedels unter Demokratie verstehen, weiss ich auch nicht. Die VV ist allerhoechstens eine demokratische Farce und wuerde keiner Ueberpruefung durch unabhaengige Wahlbeobachter standhalten.
Hier nur drei Beispiele: