27.01.2005 16:44
Winter arrived finally here in Berlin.
I have a kind of italian style rope to dry my laundry. It leads from my kitchen window to the balcony. And it has been icicled for two days now.
Wow, "icicled" that's a cool word.
Physik, abstrakte Theorien und Formeln haben fuer gewoehnlich wenig Sexappeal (...)*then it goes on with something like, but if Einsteins name is associated with it, everything changes.
Die Schweiz hat ein Milizarmee, soll heissen, (fast) alle Armeeangehoerigen sind eigentlich
normale Menschen, die einem normalen zivilen Beruf nachgehen und hin und wieder Militaerdienst
leisten muessen.
Die Schweiz hat ein Milizparlament, soll heissen: alle Parlamentarier sind
eigentlich normale Leute, die einem normalen Beruf nachgehen, und hin und wieder
(4 mal im Jahr plus Sondersessionen...) im Parlament zusammenkommen.
Der Gedanke dahinter ist,
dass diese Leute eben gerade normale Leute sein sollen, Buerger wie du und ich, die politische
Arbeit leisten (fuer die sie vom Staat eine Entschaedigung kriegen,
ueber deren Hoehe man streiten kann). Das soll eben gerade verhindern, dass
sich eine abgeschottete "classe politique" (um mit Christoph Blocher zu sprechen) bildet.
Unser Parlament besteht also aus Juristen, Lehrern, Bauern, Mechanikern,
Wirtschaftsheinis etc., nicht aus Politikern.
Sie verdienen ihr Geld in ihrem Beruf und die Nebeneinkunft ist das Geld, das sie fuer
ihre Parlamentsarbeit erhalten sozusagen.
Natuerlich bringen diese Leute genau diese verschiedenen Sichtweisen
mit in ihre Arbeit ein. Das ist es ja gerade, was man will.
Und natuerlich vertreten sie dort u.U.
die Interessen ihrer Firma. Das ist voellig selbstverstaendlich und vom System auch gewollt.
Ich halte das durchaus fuer einen vernuenftigen Ansatz. Denn warum soll ein Politiker nicht
aus der Sicht einer Grossfirma oder eines mittleren Gewerbetreibenden oder eines Bauern oder
eines Angestellten handeln?
Ich will nicht sagen, dass ich diese Diskussion hier in Deutschland ueber die Nebeneinkuenfte
von Politikern fuer unnoetig halte. Denn hier funktioniert das System ganz anders.
Parlamentarier sollen nach dem Verstaendnis des deutschen Systems unabhaengig sein, deshalb
uebernimmt der Staat sie sozusagen als 100% Angestellte.
Gegen diesen Grundsatz verstossen die betreffenden Leute.
Praktisch ist der Hauptunterschied, dass man
in der Schweiz weiss (im Regelfall), von welcher Firma, wer bezahlt wird, wenn man diese
Leute waehlt, weiss man worauf man sich einlaesst. Waehrend
bei diesen Skandalen hier in Deutschland Leute Geld von Firmen kriegen, ohne eine Gegenleistung zu erbringen, die Zahlungen offentsichlich rechtfertigen und diese Transaktionen noch dazu in Unkenntnis der Oeffentlichkeit geschahen.
Das riecht dann nach Bestechung.