Der Fluch des Goldes - Die Yanomami

Die Yanomami sind das letzte große Regenwaldvolk Südamerikas. Die einst 18.000 Personen zählende Gruppe besiedelt an der Grenze zwischen Brasilien und Venezuela ein Gebiet von der Größe Belgiens. Die Yanomami leben vom Gartenbau. Angebaut werden Bananen, Maniok, Kartoffeln, aber auch Zuckerrohr, Baumwolle, Tabak, Heilpflanzen und anderes. Zusätzlich dazu gehen die Männer mit Pfeil und Bogen auf die Jagd und die Frauen sammeln Pilze, Früchte und Larven. Yanomami mit Piercing Die Yanomami leben in Gruppen von je 50 bis 250 Personen gemeinsam in großen Hütten weit verstreut im Regenwald. Obwohl es ab und an zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen kann, ist der Gemeinschaftssinn innerhalb einer Gruppe sehr stark. Auch bei den Yanomami hat das Teilen Tradition.

Die Religion der Yanomami ist sehr kompliziert. Sie sehen sich als verkörperten Teil einer endlosen Geisterwelt, die sie in Form von Pflanzen, Tieren und Stimmungen des Waldes umgibt. Nur im Traum korrespondieren sie mit den anderen Geistern. Yanomami in der Defensive Zerstört ein Yanomami einen Teil des Regenwaldes durch Feldbau oder Jagd, so müssen die rachsüchtigen Geister durch besondere Tänze und Lieder vom Schamanen besänftigt werden.

Das Leben der Yanomami ist sehr religiös, gleichzeitig aber sehr lustig und gesellig. Jegliche moderne Technik fehlt ihnen - sie arbeiten heute noch mit Steinäxten -, trotzdem benötigen die Yanomami durchschnittlich nur vier Arbeitsstunden pro Tag zur Beschaffung aller nötigen Nahrungsmittel und Gebrauchsgegenstände.




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