Die Yanomami leben in Gruppen von je 50 bis 250 Personen gemeinsam in großen Hütten weit verstreut im Regenwald. Obwohl es ab und an zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen kann, ist der Gemeinschaftssinn innerhalb einer Gruppe sehr stark. Auch bei den Yanomami hat das Teilen Tradition.
Die Religion der Yanomami ist sehr kompliziert. Sie sehen sich als verkörperten Teil einer endlosen Geisterwelt, die sie in Form von Pflanzen, Tieren und Stimmungen des Waldes umgibt. Nur im Traum korrespondieren sie mit den anderen Geistern.
Zerstört ein Yanomami einen Teil des Regenwaldes durch Feldbau oder Jagd, so müssen die rachsüchtigen Geister durch besondere Tänze und Lieder vom Schamanen besänftigt werden.
Das Leben der Yanomami ist sehr religiös, gleichzeitig aber sehr lustig und gesellig. Jegliche moderne Technik fehlt ihnen - sie arbeiten heute noch mit Steinäxten -, trotzdem benötigen die Yanomami durchschnittlich nur vier Arbeitsstunden pro Tag zur Beschaffung aller nötigen Nahrungsmittel und Gebrauchsgegenstände.