Holzeinschlag

Stihl-Saege im Einsatz 5 Millionen Hektar Wald werden durch internationalen Tropenholzhandel jährlich vernichtet oder stark geschädigt. Nur etwa 1 Prozent des gehandelten Tropenholzes stammt aus nachhaltiger Bewirtschaftung, d.h. aus Wäldern, die dauerhaft genutzt werden. "Selektiver Einschlag" hilft dem Regenwald wenig.

Eine der schlimmsten Folgen des Holzeinschlags ist die Erschließung von bis dahin unberührtem Wald, die oft nur mit den Gewinnen aus dem Holzgeschäft finanzierbar ist. Große ausländische Konzerne zerstören abgelegene Urwälder auf der Jagd nach den wertvollsten Stämmen. Auf den Straßen, die sie dafür bauen, kommen viele landsuchende SiedlerInnen in den Wald und vollenden die Zerstörung. Die Europäische Union ist nach Japan der zweitgrößte Tropenholzimporteur. Große deutsche Firmen wie Feldmeyer, Holimex oder Danzer sind direkt an der Regenwaldzerstörung beteiligt.

zwei Verlierer Angesichts der rückläufigen Absatzzahlen in Ländern wie Deutschland haben viele Tropenholzimporteure angefangen, Holz mit "Öko"-Zertifikaten zu kennzeichnen. Dieses Holz soll aus umweltgerechter Bewirtschaftung stammen und mit gutem Gewissen gekauft werden können.

Die Idee ist nicht schlecht: Die ortsansässige Bevölkerung bekommt langfristig Arbeit und Einkommen und lernt, daß der Wald auch bei langfristiger Nutzung wirtschaftlich wertvoll sein kann, wertvoller z.B. als eine karge Viehweide. Nachhaltige Forstwirtschaft muß allerdings den Wald in seiner ganzen jeweiligen Dynamik berücksichtigen. immer noch Raubbau-Holz Bislang sind leider die Kriterien, die gekennzeichnetes Holz erfüllen muss, sehr vage und kaum zu kontrollieren.

Umweltschutzgruppen, Gewerkschaften und Unternehmen haben deshalb unter dem Namen "Forest Stewardship Council" (FSC) in den letzten Jahren ernsthafte Zertifizierungs-Kriterien erarbeitet, die etwa einschließen, den Wald auch in seiner natürlichen Funktion und seiner Artenvielfalt zu erhalten, die lokale Bevölkerung in die Planung einzubeziehen und eine wirkungsvolle Kontrolle zu garantieren.
Zur Zeit aber ist Tropenholz immer noch mit großer Sicherheit Raubbauholz.




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