Doch auf den kargen Böden benötigte ein einziges Rind oft fünf bis sieben Hektar Land. Bald wurde der Boden abgeschwemmt, verbrannt und ausgelaugt. Sogar aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten war die Viehzucht im Amazonasgebiet ein Unfug.
Ein anderes Beispiel für die irrsinnige Zerstörung durch Landwirtschaftsprojekte ist das Soja-Geschäft. Brasilien ist heute das größte Exportland für Sojaschrot. Während etwa dreißig Millionen BrasilianerInnen an Unterernährung leiden, exportiert das Land Millionen von Tonnen Soja als Futtermittel. Über die Hälfte davon geht in die Europäische Union.
Wo das Soja nicht direkt auf ehemaligem Regenwaldboden wächst, wird es von Großunternehmen im Süden des Landes angebaut. Die KleinbäuerInnen aber haben Ihr Land verloren und verstärken die Abwanderung in die Regenwälder.